Ein 22-Jahre-Jubiläum war nicht nur Grund für einen freudigen Rückblick und die Möglichkeit, das eigene Erreichte in den Vordergrund zu rücken, sondern ist auch Auftrag, sich inhaltlich weiter zu bewegen und die aktuellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht außer Acht zu lassen.
Migration und Flucht sind aktuelle und globale Themen, die überall auf der Welt auftauchen und von Gesellschaft und Politik unterschiedlich behandelt werden. Menschenrechte, Demokratie und nachhaltige soziale -ökologische Verantwortung stehen dabei auf der internationalen Agenda und sind untrennbar damit verbunden.
Vor diesem Hintergrund fand am 4. November 2009 ein Symposium statt, das sich mit der Zukunft von Migration beschäftigte. Rund um die ReferentInnen Maga. Anna Spinka und Dr. Bernhard Perchinig wurde der Frage nachgegangen, wohin uns die Entwicklung von Zuwanderung und Integration führen wird.
Den offiziellen Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildete die Galaveranstaltung mit ca. 200 Gästen am 27. November 2009. An diesem Nachmittag wurde unter anderem die "Kunstbox 22 Jahre ZEBRA" zum Verkauf angeboten, die jeweils 10 eigens angefertigte Werke der 10 KünstlerInnen / Künstlergruppen enthält. Von diesen Kunstboxen gibt es eine limitierte Edition von zehn Stück.
Im Anschluss an die Galaveranstaltung wurden die im Verlauf des letzten Jahres entstandenen Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentiert. "LEBENSGESCHICHTE(N). 10 KünstlerInnen – 10 KlientInnen – 22 Jahre Migrations- und Asylpolitik in Österreich", so der Titel dieser Aktion. Die entstandenen Werke sind in einer Ausstellung noch von 7.1. bis 13.2.2010 Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 18 Uhr in den Räumlichkeiten von <rotor> in der Volksgartenstraße zu sehen. Der Eintritt ist frei.
ZEBRA freut sich auf Ihre Teilnahme.
Bereits im Frühling (Mai/Juni) durften wir zu einer Seminarreihe einladen, die sich mit dem Thema "Empowerment und Partizipation" beschäftigte. Zwar neumoderne Schlagwörter, stellen sie aber trotzdem einen wichtigen Kern unserer Arbeit dar.
Erst wenn Menschen in die Lage kommen, für ihre Interessen und Bedürfnisse selbst einzustehen, haben sie die Chance, gehört zu werden und teilhaben zu können – wichtige Grundlagen für antirassistische und antidiskriminierende Strukturen.
Für diese Seminarreihe wurden internationale Referenten und Referentinnen nach Graz eingeladen, um von ihrer engagierten Menschenrechtsarbeit und ihren sozialen Aktivitäten unter sehr unterschiedlichen Bedingungen vor Ort zu berichten, um den globalen Erfahrungsaustausch und die Kooperation auf internationaler Ebene zu unterstreichen.