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Es passiert nicht alle Tage, dass ein ministerieller Erlass zum Thema Asyl in Österreich für Erleichterung sorgt. So geschehen im Juni – jugendliche AsylwerberInnen dürfen nun endlich wieder eine Lehre machen. Seit nunmehr acht Jahren verhindert ein Erlass des damaligen Ministers Martin Bartenstein den Zugang zu Lehre und Arbeitsmarkt für Asylsuchende. Zwar wurde diese ökonomisch und sozial unsinnige Blockade aus dem Jahr 2004, für die Österreich mehrfach international kritisiert wurde, nicht aufgehoben, aber immerhin durch einen weiteren Erlass des Sozialministeriums ergänzt. Und dieser eröffnet jugendlichen AsylwerberInnen bis zum 18. Lebensjahr nun wieder den Zugang zu einer Lehre. "Dieser kleine Schritt ist ein wichtiges Signal. Jugendlichen wird endlich wieder eine Perspektive eröffnet, statt sie zum Nichtstun zu zwingen", sagt ZEBRA-Geschäftsführerin Alexandra Köck. Positiv sei die neue Regelung vor allem für Kinder von AsylwerberInnen, die nun während laufendem Verfahren eine Ausbildung machen können. Damit wurde eine Teilforderung der Plattform "Machen wir uns stark", die von SOS Mitmensch, Integrationshaus und M-Media getragen und von mehr als 100 Organisationen, darunter auch ZEBRA, unterstützt wird, erfüllt. Lösung für alle AsylwerberInnen nötig Allerdings werden nicht alle Jugendlichen gleichermaßen von dieser Lösung profitieren können. "Vor allem für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die erst spät nach Österreich kommen, wird es schwierig, rechtzeitig den nötigen Pflichtschulabschluss nachzuholen", gibt Köck zu bedenken. Erwachsene AsylwerberInnen werden durch selbigen Erlass nach wie vor systematisch vom Erwerbsleben ferngehalten – was nicht nur von uns, sondern auch von zahlreichen anderen Organisationen und auch international immer wieder heftig kritisiert wurde und wird. Damit in Zukunft alle AsylwerberInnen arbeiten dürfen, gilt es weiterhin darauf Aufmerksam zu machen. Möglichkeit dazu bietet die Petition auf www.machenwirunsstark.at, die bereits von fast 8.000 Menschen unterzeichnet wurde und auf Weiterverbreitung wartet.
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