Nachruf:
Angelika Birck
(1971 - 2004)
- 28. Oktober 2004 -
Fast zeitgleich mit dem Erscheinen
des Heft 2 der Zeitschrift f. Psychotraumatologie und Psychologische
Medizin (ZPPM), deren Rezension eigentlich an dieser Stelle stehen
sollte, erreichte uns die Nachricht vom völlig unerwarteten Tod
von Angelika Birck, der Herausgeberin der Nummer.
Angelika Birck war seit 1998 wissenschaftliche Mitarbeiterin
im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin und hatte sich in
dieser Zeit eingehend und in zahlreichen mit der Behandlung von traumatisierten
Flüchtlingen und damit verbundenen Problemfeldern befasst. Als
sie im Jahr 2002 den Verein Zebra mit dem Wunsch nach Kontaktaufnahme
und fachlicher Vernetzung kontaktierte, war es für uns einerseits
eine große Ehre, andererseits ein bleibender Eindruck, eine
knapp 30jährige, extrem offen auf uns zugehende Frau kennen zu
lernen, der wissenschaftliche Eitelkeiten und Attitüden völlig
fremd waren.
Ihrer Arbeit, die vom Hamburger Institut f. Sozialforschung
von Jan Phillip Remtsma gefördert wurde, lag stets die Verbindung
von profundem wissenschaftlichem Fachwissen und einem gleichzeitigen
unabdingbaren politischen Diskurs zu Grunde.
Ihr Engagement, das von Anfang ihrer wissenschaftlichen
Karriere an den Opfern von Gewalt galt, ließ sie auch zu „brisanten“
Themen Stellung beziehen und ihre oft unspektakuläre, kompetente
Art bleibt uns in wohltuender Erinnerung. Sie wird sowohl in fachlicher
wie auch in persönlicher Sicht eine Lücke hinterlassen,
die nicht zu schließen ist.
Die Rezension zum
Heft 2 der Zeitschrift f. Psychotraumatologie und Psychologische Medizin
(ZPPM) finden Sie hier...