"CIVIS-Medienpreis" Preisverleihung
ORF-Beitrag über ZEBRA nominiert


- 30. September 2005 -

Am 28. September 2005 wurde der diesjährige ARD - "CIVIS Medienpreis" im Straßburger Parlament vergeben. Der ORF-Themenbeitrag „Es war die Hölle“ von Andrea Puschl wurde in der Kategorie „Europäische CIVIS Fernsehpreis/Information“ nominiert. Gewonnen haben in dieser Kategorie die beiden Schweden Hakan Berthas und Johan Bjerkner mit der Dokumentation „Nabila“, dem Portrait einer jungen, politisch engagierten Rapperin.

Für die ORF-Journalistin ist die Nominierung schon eine große Auszeichnung gewesen und eine Bestätigung der nicht leichten Bearbeitung des Themas der Behandlung und Lebenssituation von traumatisierten Flüchtlingen im ORF. Andrea Puschl beschreibt das Martyrium eines afghanischen Flüchtlings, der schweren Verfolgungen und Folterungen ausgesetzt war und den Schwierigkeiten während des Asylverfahrens. Im Beitrag wird die therapeutische und soziale Arbeit des Vereins ZEBRA während der für den Flüchtling äußerst schwierigen Wartezeit skizziert. Leider reichte es nicht für den Sieg – die Nominierung ist jedoch eine tolle Bestätigung der journalistischen Leistung von Puschl.

Nicht weniger als 279 Beiträge aus 17 Ländern wurden für 2005 eingereicht, 13 Sendungen/Dokumentationen/Filme wurden schließlich für die Preisverleihung in Straßburg nominiert. Neben dem Beitrag von Andrea Puschl fanden sich unter anderem die NDR-Reportage „Abschiebung im Morgengrauen - Alltag in der Ausländerbehörde“ von Michael Richter, und die ARTE-Dokumentation „Frauen mit voller Kraft zurück“ von Leila Djitli. Im Bereich Unterhaltung/Europa gingen die WDR-Fernsehfilme „Der Grenzer und das Mädchen“ von Hartmut Schoen und „Zeit der Wünsche“ von Tevfik Baser sowie die SWR-ARTE-Produktion „Folgeschäden“ von Florian Hanig ins Rennen.

Der ARD CIVIS Medienpreis wird bereits seit 17 Jahren vergeben, allerdings erfährt er erst seit 2003 verstärkt öffentliche Aufmerksamkeit. Das besondere am CIVIS Medienpreis ist, dass er sich den Themen der kulturellen Vielfalt und der Integration von Minderheiten widmet und nicht weniger will als „das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern“. Nach den Preisverleihungen im Berliner Schloss Bellevue (2003) und in der Wiener Hofburg (2004), trat heuer Dr. Josef Borrell – Präsident des Europäischen Parlamentes in Straßburg als Schirmherr auf. Moderiert wurde die Preisverleihung, die auch im ARD übertragen wurde, von Sandra Meischberger. Der ORF hat die Preisverleihung leider nicht ausgestrahlt.