Asylgesetz beschlossen - Politik der Ressentiments
Wissenschaft "aus dem Zusammenhang gerissen"


- 01. Juli 2005 -

Das österreichische Parlament hat am Donnerstag, dem 30.06. mit den Stimmen der Koalition sowie der SPÖ die Novellierung des Asylgesetzes beschlossen. Die einhellige Kritik von ExpertInnen bzgl. menschenrechtswidriger Maßnahmen scheint im Endeffekt weniger Gewicht zu haben als das Schielen nach Wählerstimmen vom rechten Rand.

Am 14. Juni, dem Welttag des Flüchtlings, sprach Ingrid Egger von ZEBRA als Expertin für Traumatherapie vor dem Innenausschuss des österreichischen Nationalrats zur Regierungsvorlage zum neuen Asylgesetz.

In ihrem Statement ging sie auf die Folgen ein, die vor allem die geplanten Dublin-Verfahren für traumatisierte Personen zeitigen können. (Das gesamte Statement können sie als pdf-Datei herunterladen - siehe untenstehender Link!)

Sie zitierte in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme von Ass. Prof. Dr. P. Friedmann, Erstherausgeber des Buches „Psychotrauma – die posttraumatische Belastungsstörung“. Teile dieses Buches werden in der Gesetzesvorlage zitiert, jedoch laut Friedmann „aus dem Zusammenhang gerissen“ und auf diese Weise „missbraucht“. Die Stellungnahme von Prof. Friedmann finden sie ebenfalls als pdf-Datei, ebenso eine Zusammenschau einiger entscheidender Änderungen des geplanten Asylgesetzes im Gegensatz zum Asylgesetz 2003.


Die Statements als pdf-Dateien:

Statement von Ingrid Egger zur Regierungsvorlage zum neuen Asylgesetz 2005:
Statement I. Egger

Stellungnahme von Ass. Prof. Dr. P. Friedmann:
Stellungnahme P. Friedmann

Vergleich Asylgesetz 2003 - neues Asylgesetz 2005:
Vergleich AsylG 2003 - 2005