Das österreichische Parlament hat am Donnerstag,
dem 30.06. mit den Stimmen der Koalition sowie der SPÖ die Novellierung
des Asylgesetzes beschlossen. Die einhellige Kritik von ExpertInnen
bzgl. menschenrechtswidriger Maßnahmen scheint im Endeffekt weniger
Gewicht zu haben als das Schielen nach Wählerstimmen vom rechten
Rand.
Am 14. Juni, dem Welttag des Flüchtlings, sprach
Ingrid Egger von ZEBRA als Expertin
für Traumatherapie vor dem Innenausschuss des österreichischen
Nationalrats zur Regierungsvorlage zum neuen Asylgesetz.
In ihrem Statement ging sie auf die Folgen ein, die
vor allem die geplanten Dublin-Verfahren für traumatisierte Personen
zeitigen können. (Das gesamte Statement können sie als pdf-Datei
herunterladen - siehe untenstehender Link!)
Sie zitierte in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme
von Ass. Prof. Dr. P. Friedmann, Erstherausgeber des
Buches „Psychotrauma – die posttraumatische Belastungsstörung“.
Teile dieses Buches werden in der Gesetzesvorlage zitiert, jedoch laut
Friedmann „aus dem Zusammenhang gerissen“ und auf diese
Weise „missbraucht“. Die Stellungnahme von Prof. Friedmann
finden sie ebenfalls als pdf-Datei, ebenso eine Zusammenschau einiger
entscheidender Änderungen des geplanten Asylgesetzes im Gegensatz
zum Asylgesetz 2003.
Die Statements als pdf-Dateien:
Statement von Ingrid Egger zur Regierungsvorlage
zum neuen Asylgesetz 2005:
Statement
I. Egger
Stellungnahme von Ass. Prof. Dr. P. Friedmann:
Stellungnahme
P. Friedmann
Vergleich Asylgesetz 2003 - neues Asylgesetz 2005:
Vergleich
AsylG 2003 - 2005