Externe Beratung:
Coaching des Bundessozialamtes Wien abgeschlossen
- 20. Februar 2006 -
Ein Team von MitarbeiterInnen und interkulturell
kompetenten Coaches von ZEBRA1 hat in einem etwas mehr
als einjährigen Projekt das Bundessozialamt
(BASB) - Landesstelle Wien, im Hinblick auf interkulturelle Öffnung
begleitet, beraten und analysiert. Das Coaching-Projekt wurde im Juni
abgeschlossen und die Ergebnisse im Oktober 2005 den MitarbeiterInnen
des BASB vorgestellt.
Im April 2004 erreichte den Verein ZEBRA ein Mail,
in dem die Bildungsabteilung des Bundessozialamtes (BASB) anfragte,
ob ZEBRA Bildungsangebote habe, die beim Umgang mit MigrantInnen als
KlientInnen helfen könnten. Daraus entwickelte sich ein reger Gesprächsverkehr,
der in einem Coaching - Angebot von ZEBRA, an die Wiener Landesstelle
des BASB mündete.
Dr. Schuster, Leiter des Wiener BASB
umriss den Auftrag folgendermaßen: Aufgrund der immer größer
werdenden KlientInnengruppe mit Flucht- oder Migrationshintergrund sei
man zur Überzeugung gekommen, dass man einerseits den gleichberechtigten
Zugang dieser Personen sicherstellen und andererseits den entstehenden
größeren Aufwand innerhalb der Organisation minimieren sollte.
Das hieß für den ZEBRA-Auftrag, nicht nur den KundInnenaspekt
(MigrantInnen) im Auge zu behalten, sondern auch die MitarbeiterInnenzufriedenheit
zu beachten. Dies führt im Rahmen des Coaching dazu, dass beide
Sichtweisen eingebracht und berücksichtigt wurden.
Das Programm umfasste zuerst eine Analyse des Ist-Zustandes.
Diese Analyse wurde in Gesprächen mit den MitarbeiterInnen sowie
teilnehmenden Beobachtern und in weiterer Folge in vier Fokusgruppen
erarbeitet. Daraus ergaben sich eine Fülle von verschiedenen Vorschlägen.
Die Coachinggruppe ordnete und sortierte die Vorschläge, die schließlich
Basis für den Bericht waren.
„Gerade beim Thema MigrantInnen wird sehr
rasch davon ausgegangen, dass sich die MitarbeiterInnen schulen lassen
müssten, also dies lediglich ein `Kompetenzproblem´ der unteren
Ebene sei", wie Wolfgang Gulis von ZEBRA
erläutert. Im Zuge des Prozesses stellte sich jedoch rasch heraus,
dass es viele Möglichkeiten gibt, Verbesserungen für beide
Aspekte des Auftrages zu finden – auf allen Ebenen der Organisation.
Da waren Vorschläge darunter, die das Kundenempfangssystem ebenso
betrafen, wie das Beschilderungs- und Leitsystem im Haus der Landesstelle.
Aber auch Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation und Schulungsüberlegungen
wurden geäußert. Ein wichtiger Aspekt dabei betraf vor allem
die Außenwirkung und die Vernetzung des BASB mit anderen Behörden
aber auch sozialen Institutionen.
Im Gegensatz zu den bisherigen Coaching-Aufträgen
endete mit der Berichtfertigstellung und der Präsentation der Ergebnisse
der Auftrag von ZEBRA. Ein Ablauf und Start für die Umsetzungsmaßnahmen
wurde zwar im Bericht vorgeschlagen, die Umsetzung obliegt nunmehr der
Organisation.
1) Das Coaching wurde von Wolfgang Gulis und Edith Glanzer geleitet,
die vier Fokusgruppen wurden außerdem von Mioara Girlasu, Helga
Moser, David Pasek, Anahita Shoayian, Kheder Shadman begleitet. Die
teilnehmenden Beobachtungen wurden von Dorota Lubandy und Anahita Shoayian
vorgenommen.