Ehe ohne Grenzen
"Anna, die
Staatsbürgerschaft hamma!"
Wöchentliche Aktionen gegen Österreichische Fremdenpolitik
gehen weiter
- 10. August 2006 -
Österreicherin zu werden, ist Gott sei Dank relativ
schnell und ohne Hürden möglich. Zumindest wenn man Opernstar
ist, der alljährlich von den bunten Zeitungstiteln lächelt.
„Vor dem Gesetz sind offensichtlich alle Menschen gleich, nur
manche gleicher“, so die OrganisatorInnen der Inititiative „Ehe
ohne Grenzen“ die seit dem in Kraft Treten des neuen
Fremdengesetzes beharrlich auf die unwürdigen und menschenrechtswidrigen
Auswirkungen dieser Bestimmungen hinweisen.
So wie jede Woche, traf man sich auch diesen
Mittwoch (17.00 Uhr, Herrengasse 7, 1010 Wien),
diesmal unter anderem, um Opernarien zu lauschen und
der Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an
Anna Netrebko bei zu wohnen. „Wir singen uns
bis ins Herz der Innenministerin“ - so das Motto der Initiative.
Die seit 1.Jänner 2006 geltenden Bestimmungen haben seither zahllose
Ehepaare auseinander gerissen und zahllose Drittstaatsangehörige
grundlos zu „Illegalen“ gemacht. Die Aktionen und Protestkundgebungen
werden daher auch hauptsächlich von den österreichischen PartnerInnen
getragen: „Falls sie sich dann vor Ort wundern sollten wo unsere
PartnerInnen sind, die sitzen zwangsillegalisiert zu Hause, voller Angst
vor Repressalien.“
Informationen, Stellungnahmen, Unterstützungserklärungen:
www.ehe-ohne-grenzen.at