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| EQUAL-Projekt: MIDAS | |
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Interkulturelle Öffnung:
ZEBRA ist als Modulverantwortliche in der MIDAS Partnerschaft beteiligt und
führt das Modul 2: "Interkulturelle Öffnung" durch. Partner
in diesem Modul sind die Ausländerberatungsstellen in Kärnten und
Tirol.
Ziele:
Die strategischen und übergeordneten Ziele im Rahmen dieses Projektes sind
die individuellen Integration- und Aufstiegschancen für MigrantInnen zu
verbessern und zu ermöglichen.
Auf der gesellschaftlichen Ebene sollen Prozesse der Interkulturellen Öffnung
nachvollziehbar gemacht werden und es sollen verwertbare theoretische und praktische
Erfahrungen gemacht werden, wie etwa eine entsprechende Ausbildung bzw. Ergänzung
zu Ausbildungen für Österreich aussehen sollen.
Unter Interkultureller Öffnung der Regelsysteme und Diversity Management von Profit Organisationen wird die systematische und umfassende Bedachtnahme, Strukturanpassung und Veränderung von Organisationen verstanden, hinsichtlich einer multikulturellen Gesellschaft und deren speziellen Fragestellungen. Dies gilt im politischen Bereich - dabei sind etwa die gesteckten Rahmenbedingungen in der Verwaltung zu betrachten, oder den Leitmotiven und Missionen bei Betrieben Augenmerk zu schenken. Aber es betrifft auch den gesetzlichen Bereich (Antidiskriminierungsgesetz, Schutzbestimmungen). Schließlich gilt es auch neue Formen der Organisation und des Managements zu entwickeln bzw. einzuführen, mit denen Interkulturelle Öffnung vorangetrieben werden kann.
Dieser Prozess gilt auf allen Ebenen einer Organisation. Der Mitarbeiterebene, etwa wenn es um Arbeiten in multikulturellen Teams geht, der Managementebene, wenn es um Personal-, Konfliktmanagement und Organisationsfragen geht, aber auch um die Leitungsebene, wenn es um die Implementierung von Zielen, Visionen und gesellschaftlichen Aufträgen an Organisationen geht. Interkulturelle Öffnung ist somit nicht nur eine Managementaufgabe sondern auch ein Sensibilisierungs- und Bildungsauftrag für Organisationen, Verwaltung und Betriebe.
Aktivitäten:
Im Rahmen des Projektes werden insgesamt 12 MigrantInnen österreichweit
ausgewählt, die an einem zweijährigen Pilotprogramm mitwirken können.
Gemeinsam führen die beteiligten Organisationen ein Schulungsprogramm durch,
in dem die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der MigrantInnen weiter
entwickelt und deren interkulturelle Kompetenzen und Fähigkeiten gezielt
unterstützt werden. Neben dem Schulungsprogramm besteht im Rahmen des Moduls
die Möglichkeit ein 1 wöchiges Praktikum zu absolvieren. In einem
nächsten Schritt können die 12 geschulten MigrantInnen - auf drei
verschiedene Pilotprojekte aufgeteilt - die erworbenen Kenntnisse und Programme
zur Interkulturellen Öffnung in der Praxis erproben und umsetzen.
Die drei Piloprojekte finden in drei unterschiedlichen organisationalen Rahmen und in Graz, Klagenfurt und Innsbruck statt. Darunter wird 1 verwaltungsnahe Organisation, 1 Betrieb/Unternehmen, 1 kommunale Verwaltungseinheit sein.
Den 12 MigrantInnen steht im Zeitraum von einem Jahr ein Coach/BeraterIn, der/die sie bei ihrer Arbeit in der Organisation berät und unterstützt, zur Verfügung.
Im Rahmen der Tätigkeit im Pilotprojekts sollen die mittlerweile geschulten und interkulturell kompetenten MigrantInnen als Coach auf allen Ebenen einer Organisation aktiv werden. Um auf die Komplexität und Dimension der Fragen, die in der Praxis bearbeitet werden könnten, hinzuweisen, seien hier einige Fragen erwähnt: Inwieweit nimmt die Organisation eine heterogene "Kundenschaft" wahr und in ihr Leitbild auf. Wie wird die Organisation ihrer sozialen Verantwortung gerecht, wie wird auf die Bedürfnisse der multikulturellen Belegschaft Bedacht genommen oder welche Maßnahmen sind notwendig, um in einem multikulturellem Arbeitsteam effizient zusammenarbeiten zu können oder wie kann gewährleistet werden, dass auch MigrantInnen an innerbetrieblichen Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen können....
Nach Ende des Pilotprojektes sollen die Aktivitäten dokumentiert und die Erfahrungen gesammelt werden und sowohl der Öffentlichkeit in Form einer Fachbroschüren näher gebracht als auch der Fachöffentlichkeit mittels Veranstaltungen (Tagungen) zur Verfügung gestellt werden.
Nähere Informationen, Kontakt:
Verein ZEBRA
MIDAS Büro
Pestalozzistrasse 59/II
8010 Graz
Tel: 0316- 90 80 70-25 und 27
E-Mail: barbara.schmut@zebra.or.at