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INFOPORTAL

LEXIKON

Im Bereich der Ausländer-, Flüchtlings-, und Migrationspolitik gibt es eine Vielzahl von Begriffen, rechtlichen Ausdrücken und Abkürzungen, die für die meisten unverständlich bzw. wenig bekannt sind. Zumal auch eine Vielzahl von Begriffen tatsächlich einen komplizierten Hintergrund aufweisen. Gesetzliche Bestimmungen, Ausnahmeregeln, Handhabung in der Praxis, Interpretation des Gesetzgebers oder der Bundesregierung, Kritik der JuristInnen und Beratungseinrichtungen u.v.m. Noch dazu kommt, daß in den letzten Jahren ständig neue gesetzliche Regelungen, Verordnungen, Weisungen usw. hinzugefügt wurden, sodaß selbst ExpertInnen, BehördenvertreterInnen und SpezialistInnen mittlerweile Mühe haben, immer auf dem neuesten Stand zu sein und zu gelangen.

In jeder Ausgabe des ZEBRATLs finden sie Begriffe erklärt, hier sind sie insgesamt alphabetisch geordnet. Wenn Sie selbst eine Frage haben oder Ihnen ein Begriff untergekommen ist, den Sie gerne genauer erklärt wissen wollen, so schreiben oder faxen Sie an die Zebratl Redaktion, oder schicken Sie uns eine E-Mail.

Kinderrechtskonvention

In der Kinderrechtskonvention sind die wesentlichen Rechte und Schutzbestimmungen für Kinder verankert. Hier sind in 54 Artikeln unter anderem das Recht auf Fürsorge, Gesundheit, Bildung, freie Meinungsäußerung und der Schutz vor körperlicher und sexueller Gewalt und wirtschaftlicher Ausbeutung festgeschrieben. Die Konvention trat 1990 in Kraft und wurde mittlerweile von 192 Ländern, 1992 auch von Österreich, ratifiziert.

Im Artikel 22 wird die Behandlung von Flüchtlingskindern explizit festgeschrieben. Jedem minderjährigen Flüchtling ist „angemessener Schutz und humanitäre Hilfe“ zu gewähren. Und: Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist „derselbe Schutz zu gewähren, wie jedem anderen Kind, das aus irgendeinem Grund dauernd oder vorübergehend aus seiner familiären Umgebung herausgelöst ist“.

In Österreich sind seit Februar 2011 einige Kinderrechte auch in der Verfassung verankert. „Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder“ nennt sich das Gesetz, das Kinderrechte einklagbar gemacht hat. Darin finden sich insgesamt acht Artikel. Das „Netzwerk Kinderrechte“ kritisiert die lückenhafte Verankerung der in der Konvention vorgesehenen Punkte. Denn wesentliche Rechte, wie jene auf Gesundheit, Bildung, Freizeit und Spiel, Lebensstandard und Kinderarmutsbekämpfung, Schutz vor Diskriminierung sowie die Rechte von Kinderflüchtlingen, würden fehlen. Im neuen Verfassungsgesetz findet sich auch ein so genannter Gesetzesvorbehalt. Das Verfassungsgesetz ist anderen, einfachen Gesetzen, beispielsweise dem Asylgesetz oder Fremdenpolizeigesetz übergeordnet. Der Vorbehalt schafft eine Möglichkeit, dem zu entkommen. Er besagt, dass Beschränkungen der Kinderrechte unter bestimmten Bedingungen möglich sind, was laut ExpertInnen dazu dient, für straf- und fremdenrechtliche Maßnahmen eine gesetzliche Grundlage zu haben. Beispielsweise könnten Kinder somit grundsätzlich weiterhin in Schubhaft genommen werden. Das „Netzwerk Kinderrechte“, dem 32 Organisationen angehören, fordert, alle Kinderrechte in die Verfassung aufzunehmen und den Gesetzesvorbehalt zu streichen. Auch die „Arbeitsgruppe Menschenrechte für Kinderflüchtlinge“ kritisiert, dass einige Bestimmungen des österreichischen Asylgesetzesnicht dem Geist der Kinderrechtskonvention entsprechen.

Webtipps:
www.kinderhabenrechte.at
www.kinderrechte.gv.at
www.gegen-unrecht.at

Kommunaldolmetschen
Kultur

Im Rahmen des Lexikons werden wir uns in den nächsten Nummern mit dem Begriff der Kultur und angrenzenden, dazugehörigen Begriffen auseinandersetzen. Angesichts einer permanenten polarisierten Kulturdebatte („Krieg der Kulturen“) und „Ausländerdiskussion“ eine unserer Ansicht nach lohnenswerte Aufgabe. Vorab von uns ein Angebot einer möglichen Kulturdefinition:

„Die Gesamtheit von Attitüden, Grundsätzen, Annahmen, Werten und Wertvorstellungen, Verhaltensnormen und Grundeinstellungen, die von einer Gruppe geteilt werden, die das Verhalten der Gruppenmitglieder beeinflussen und mit deren Hilfe diese das Verhalten anderer interpretieren.“

Man kann sich den Begriff Kultur wie eine Zwiebel vorstellen. Es gibt mehrere Schichten, die sich gegenseitig beeinflussen. Ganz außen befinden sich die Rituale und Verhaltensweisen, die man von außen beobachten kann. Wie Leute leben, was sie essen, wie ihr Tagesablauf aussieht, wie sie mit anderen Menschen umgehen usw. Darunter liegt eine Schicht, die aus den Systemen und Institutionen einer Gesellschaft besteht. Das sind zum Beispiel politische, rechtliche und wirtschaftliche Systeme und deren Institutionen. Darauf folgen die Normen, Attitüden und Grundsätze aber auch die allgemeinen Werte, die es in der Gesellschaft gibt und wie wichtig sie genommen werden.

Unter diesen Schichten finden wir das Zentrum der Kultur: Die Grundwerte und fundamentalen Annahmen. Sie ist die wichtigste, weil sie alle darüber liegenden Schichten beeinflusst. Wenn sich nur kleine Dinge in dieser Schicht ändern, hat das große Auswirkungen auf die anderen. Diese Grundwerte betreffen das Zusammenleben der Menschen. Zum Beispiel, wie ÖsterreicherInnen den Begriff Familie definieren, welche Haltungen in einer Gesellschaft sie bezüglich Gerechtigkeit und Freiheit verinnerlicht haben u. v. m.

Kulturdebatte

Angefacht wurde diese in Europa von weit rechts stehenden bzw. rechtsextremen Gruppierungen. Sie führten die Diskussion des Kulturalismus mit großem Erfolg bis weit in die Mitte der Gesellschaften ein. Wie erfolgreich diese rechtsextreme Diskursstrategie war und ist, zeigt die Debatte um den „Kampf der Kulturen“, die von den US-Neokonservativen um George W. Bush ebenso aufgegriffen wurde, wie der Bestseller von Samuel Huntington und verschiedenen Debattenbeiträge in Europa (z.B. Leitkultur in Deutschland).

Herbert Langthaler, Mitarbeiter der asylkoordination meinte in einem Aufsatz für die Retzhofer Schriften 22/1996, dass die Dichotomie des Anderen/Eigenen über den Begriff der Kultur konstruiert werde.

Dahinter stehen sehr vereinfachende bipolare und hegemoniale Gedankenwelten, die wichtige identitätsstiftende Faktoren, wie beispielsweise Geschlecht, Alter, familiärer Hintergrund, Ausbildung, soziale Schicht oder Wohngegend völlig außer Acht lassen und ausschließlich das Herkunftsland oder die „ethnische Zugehörigkeit“ in den Mittelpunkt stellen.

Kultur oder Religion wird in dieser Debatte als ein starres, unverrückbares, unveränderbares System“ gesehen und Eigenschaften und Verhaltensweisen pauschal und stereotyp zugewiesen, wie z.B. „der Islam und seine gewaltbereiten Anhänger“. Teil der Kulturdebatte ist es weiters, andere, fremde Kulturen als inkompatibel mit „unserer Kultur“ zu bezeichnen und das Scheitern der sogenannten multikulturelle(n) Gesellschaften auszurufen.

Hinter all dem steht auch die Vorstellung, Kultur sei gleichsam wie ein Rucksack mitgebracht und unveränderbar. Umso größer ist das Unverständnis für und die Unfähigkeit mit heterogenen Gesellschaften umzugehen bzw. als Parallelwelten diffamierte MigrantInnenkulturen differenziert zu sehen.

Kritisch muss aber auch die Haltung des Multikulturalismus betrachtet werden, der unter dem Deckmantel einer kulturalistischen Vielfalt und vermeintlichen Toleranz menschenrechtliche, religiös und juristisch bedenkliche Entwicklungen zulässt und nicht gewillt oder in der Lage ist, universalistisch gültige Grenzen bei Grund- und Menschenrechten zu setzen und diese auch gegen autoritäre, antiaufklärerische und fundamentalistische Ideologien zu verteidigen. Stichworte: Gewalt gegen Migrantinnen (Zwangsheirat, Genitalverstümmelung u. dgl.), sowie das Zulassen eines parallelen Rechtssystems (Anwendung der Sharia in EU-Ländern u. dgl.)

Kulturkampf

Der Begriff, den einige Sprachen unverändert als Fremdwort entlehnt haben, bezeichnete ursprünglich die Auseinandersetzung des deutschen Katholizismus mit dem preußischen Staat in der Zeit nach 1870, als die katholische Kirche im I. Vatikanischen Konzil Entwicklungen wie Liberalismus und Rationalismus verwarf, sich von der modernen Welt abschottete und in ein Binnenmilieu zurückzog. (Dieser Abschnitt der Kirchengeschichte wird nach dem damaligen Papst Pius IX. auch „pianische Epoche“ genannt.)

Ausgetragen wurde die Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Reichskanzler Bismarck und der Zentrumspartei, dem politischen Arm der katholischen Kirche, zur damaligen Zeit die zweitstärkste Partei in Deutschland.

Bismarck wollte die politische Macht der Kirche verringern, da er fürchtete, dass deren Anhänger sich im Ernstfall eher dem Papst als dem deutschen Kaiser gegenüber loyal verhalten würden. Obwohl die Macht der Kirche durch eine Reihe von Gesetzen eingeschränkt wurde – unter anderem wurde die Zivilehe eingeführt –, blieb die Zentrumspartei bis in die Zeit nach Bismarck eine mächtige politische Größe, zu der sich die katholische Wählerschaft unabhängig von ihren politisch-wirtschaftlichen oder sozialen Standpunkten bekannte. Erst später, ab 1890, als die Partei ihre Oppositionsrolle zugunsten einer Regierungsbeteiligung aufgab, verlor sie auch allmählich den Charakter einer Partei des katholischen Milieus.

Der Begriff „Kulturkampf“ wird in jüngster Zeit auch für den Konflikt zwischen Kulturen verschiedener Länder oder Kulturkreise verwendet, obwohl Samuel P. Huntington in seinem 1993 erschienenen, gleichnamigen Traktat nicht vom „Kulturkampf“, sondern vom „clash of civilizations“ spricht. Mittlerweile „warnt Huntington selbst davor, den Kampf gegen den Terror auf dem Minenfeld der Kultur auszutragen“1. In der Tat ist ein Konflikt, wie er zwischen einem liberalistischen und einem religiös geprägten politischen Block zur Zeit Bismarcks ausgetragen wurde, in keiner Weise auf die Ereignisse, die auf den 11. November 2001 folgten, übertragbar. Wohl aber bestehen bis zu einem gewissen Grad Analogien zu jenem Ringen um die politisch-kulturelle Vorherrschaft in einer Gesellschaft (samt deren Wertesystem), das von Huntington und von Vertretern der Neuen Rechten beschrieben wird.

1) Vgl. ‘Die Zeit’  vom 9. 2. 2006; online unter: http://www.zeit.de/2006/07/Huntington

Kultursensibilität

Unter dem Begriff "Kultursensibilität" wird häufig ein selbstreflexiver Umgang bezeichnet. Damit wird beschrieben, dass uns Kultur zu Verhalten, Sichtweisen und Meinungen animiert, die uns prägen und uns begleiten. Gleichzeitig soll aber auch eine kritische Distanz und Reflexion vermittelt werden.

Dies bedeutet soviel wie einen respektvollen, feinfühligen – aber auch kritischen, distanzierenden – Umgang mit der eigenen und kulturellen Erscheinungsformen der Anderen. Nicht alles, was uns als Kultur(-konflikt) verkauft wird, ist mit Kultur zu erklären.

Kultur wird damit als nichts starres, sondern eher als Erklärungsmodell und Erscheinungsform, wie wir die Welt sehen sollen wollen.

Alle Begriffspaare, die mit Kultur und im Zusammenhang mit Migration gebraucht werden, stehen in der Ambivalenz, einerseits kulturbedacht und -sensibel vorzugehen, gleichzeitig aber nicht in die Falle zu tappen, alle strukturellen, politischen und sozialen Fragen auf Kultur zu relativieren und damit auch gesellschaftliche Prozesse auf einen Begriff zu dekonstruieren.

Wir haben es mit widersprüchlichem Verhalten zu tun. Denn einerseits soll und muss in einer multikulturellen Gesellschaft kultursensibel vorgegangen werden, d. h. die vielfältigen kulturellen Vorstellungen und Verhaltensweisen sollen wahrgenommen und respektiert werden.

Andererseits muss es universelle Werte, Normen und Systeme geben, die trotz aller Diversität für alle gelten. Und schließlich sollte aber auch genügend Distanz bestehen, um andere Faktoren (außer der Kultur) ebenso in eine Analyse miteinbeziehen zu können.

Diese zuvor genannten Merkmale sind auf die Person bezogen. Es muss aber die Betonung auf die strukturellen, politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen ebenso gelegt werden.

Die strukturellen und diskriminierenden Gesetze, Grundstrukturen, sozioökonomischen Faktoren (Einkommen, Arbeitsplatz, Bildungschancen) sind hervorstechend für Konflikte in der Gesellschaft. Die Konzentration auf die verschiedenen Kulturen und die Erklärungsversuche, damit Konflikte zu analysieren, tragen meist zur Verschleierung bei.

"Wenn per Gesetz MigrantInnen zu Menschen zweiter Klasse werden, dann ist es nicht verwunderlich, wenn Menschen diese Haltung auch in ihrem Alltag übernehmen und sie diskriminieren."

Gewisse Handlungen und Prozesse in Österreich sind auch durch ein noch so interkulturell kompetentes Handeln (Interkulturalität) nicht beseitigbar; etwa diskriminierende Gesetze, rassistische Politik und ausschließende und intolerante öffentliche Diskussionen.

Literatur:
ZEBRA Gesundheitshandbuch, "Exil und Gesundheit", www.zebra.or.at/projekte/hb_gesundheit/start.htm

kulturvergleichende Studien

... gehen zurück auf den Begriff des Kulturmodells, welches den Ansatz von kollektiv verankerten Denkmustern beschreibt. Dabei wird der Umgang mit gesellschaftlichen Phänomenen und Problemen untersucht. Hervorgehoben wird dabei immer die Vorstellung, dass in einer Kultur bestimmtes Verhalten als allgemein akzeptiert anzusehen ist.

Die bekanntesten kulturvergleichenden Studien stammen von Geert Hofstede, einem holländischen Wissenschaftler, der auch maßgeblich daran beteiligt war, bestimmte Kategorien aufzustellen, die es ermöglichen, Kulturen und Verhalten in diesen zu vergleichen. Daraus entstehen sogenannte Kulturgruppen/-dimensionen. Hofstede wies nach, dass diese Kulturgruppen/-dimensionen wesentlichen Einfluss auf das Verhalten von Unternehmen, deren Führung und Organisation haben. Er hat 116.000 Personen (Manager in multinationalen Konzernen) aus 40 verschiedenen Ländern befragt und daraus nachfolgende Kategorien (Einteilungen) gefunden. Hofstede nahm fünf Unterteilungen vor:

1. Machtdistanz (Power Distance Index – PDI)
Hier wird der Frage nachgegangen, wie groß der Respekt zu Autoritäten in Gesellschaften ist, wie weit Autoritäten aus der Tradition heraus oder anderen Erklärungen heraus akzeptiert werden oder wie stark diese hinterfragt werden.

2. Individualismus versus Kollektivismus (IDV)
Individualistische Gesellschaften betonen die Rechte des/der Einzelnen, aber auch seine/ihre Verantwortung. Das Ziel ist in individualistischen Gesellschaftssystemen die Unabhängigkeit, Befreiung des Einzelnen von den gesellschaftlichen Bedingungen (u. a. der Familie).

Eine kollektivistische Gesellschaft sieht es als wichtig an, sich der Gruppe (Clan, Familie) gegenüber loyal zu verhalten. Einzelnen sind gewisse Rollen zugedacht, die möglichst gut zu erfüllen sind. Einerseits verpflichtet die Familie zu Gehorsam und zu Versorgungsleistungen, andererseits bietet sie aber Schutz, soziale Sicherheit und Geborgenheit/Anleitung fürs Leben.

3. Männlich – Weiblich (masculinity MAS)
Maskuline Gesellschaften werden durch eine starke Abgrenzung der Geschlechterrollen gekennzeichnet. Es gibt ganz klare Vorstellungen davon, wie ein Mann und wie eine Frau zu sein hat und welche Aufgaben er/sie jeweils erfüllen muss. In „feminen“ Gesellschaften überschneiden sich die Rollen von Männern und Frauen.

4. Risikobereitschaft (Uncertainty Avoidance Index – UAI)
Eine Kultur kann Unsicherheiten oder neue Situationen als Bedrohung empfinden. Was zählt, sind Sicherheit und Stabilität. Oder aber sie kann Fremdes/Neues positiv werten und Neues als Bereicherung sehen – als etwas, wovon man lernen kann. Das heißt, dass Bereitschaft zu Risiko und Offenheit besteht.

5. Langfristige oder kurzfristige Ausrichtung (Long-Term Orientation – LTO)
Diese Dimension bedeutet, dass es sehr wichtig ist, weit in die Zukunft zu denken und zu planen. Wenn eine Kultur auf langfristige Orientierung ausgerichtet ist, sind ihr Investitionen wichtig, die auf lange Sicht Nutzen bringen. In Kulturen mit kurzfristiger Orientierung wird mehr an die Gegenwart und an die nahe Zukunft gedacht, spielen Moden und Trends eine wichtige Rolle.

Es sei noch erwähnt, dass es weitere Unterscheidungen und Kategorien/Dimensionen gibt, die relevant sein können.

Wenngleich diese Unterscheidungsmerkmale wichtige Hilfsinstrumente sind, um die Komplexität der kulturellen Fragen besser zu verstehen und Anhaltspunkte für Auseinandersetzung zu erhalten, so muss gleichzeitig auch vor der Vereinfachung der Kategorisierung gewarnt werden. Sie sind eben nur ein Hilfsmittel.

Gerade durch technische, wirtschaftliche und politische Entwicklungen von Gesellschaften wanken bekannte kulturelle Muster und werden schwer vergleichbar. Einige der aufgezählten Hofstede-Kategorien sind auch mit Modernisierung erklärbar. Je moderner, arbeitsteiliger, technischer und „kapitalistischer“ Gesellschaften werden, desto stärker werden traditionelle Rollen von Männern und Frauen in Frage gestellt.

Weiterführende Links:
http://www.zebra.or.at/projekte/hb_gesundheit/Start.htm
http://feweb.uvt.nl/center/hofstede/index.htm

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