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FORSCHUNGSPROJEKT

Anerkennung und Partizipation von MigrantInnen. Ein Beitrag zur Verflüssigung von stereotypen Ausgrenzungsmustern.

Projektleiterinnen:

  • Univ.-Prof.in Dr.in Regina Mikula (Karl-Franzens-Universität Graz)
  • Dr.in Anna Riegler (August Aichhorn Institut für Soziale Arbeit, FH JOANNEUM Graz)

KooperationspartnerInnen:

  • Institut für Wirtschaftspädagogik, Karl-Franzens-Universität Graz
  • FH JOANNEUM Gesellschaft mbH
  • Verein ZEBRA

Wir leben in einer Welt gesellschaftlichen Wandels, freiwilliger und unfreiwilliger Migration, in einer zunehmend heterogen zusammen gesetzten Bevölkerung. Diversität, Teilhabe, gesellschaftliche Partizipation und sozialer Zusammenhalt müssen gewährleistet sein, um Gerechtigkeit im Sinne einer Chancengleichheit verwirklichen zu können. Fragen der Migration, der Inklusion bzw. Exklusion und Integration stellen eine vielschichtige, komplexe und auch konfliktträchtige Querschnittsmaterie dar. Die Debatte mündet derzeit in Integrationsdiskurse, die allerdings mehr auf Assimilation und Unterwerfung von Minderheiten als auf Anerkennung und Diversität setzen.

 Ausgehend von einer rechtlichen Anerkennung sind strukturelle Bedingungen zu schaffen, die es den Menschen ermöglichen, sich in die Gesellschaft einzubringen und damit einen Beitrag für das Gemeinwesen leisten zu können. Damit bewegen wir uns in einer Polarität: Es gilt zum einen, Personen mit Migrationshintergrund nicht länger mit einem defizitorientierten Blick zu begegnen, sondern die gesellschaftliche Diversität als mögliches POTENZIAL für die Gesellschaft zu sehen. Zum anderen muss man sich bei derartigen Forschungen der Verfestigung kulturalisierender bzw. ethnisierender Zuschreibungen bewusst sein, um damit nicht ein weiteres Mal zur Konstruktion so genannter "Migrations-Anderer" beizutragen.

 Ziel des Projektes ist es daher, mit Hilfe der Perspektiven von MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen als AkteurInnen im gesellschaftlichen Raum am Beispiel des Zusammenlebens in der Steiermark (zB Wohnen, Arbeit, Bildung) im städtischen Bereich und in ländlichen Gemeinden die dahinterliegend wirkenden Stereotypisierungen aufzudecken, um auf dieser Basis bestehende Exklusionsstrukturen sichtbar zu machen, längerfristig eine Veränderung in Richtung Chancengleichheit und Anerkennung der Diversität zu ermöglichen, letztlich also feste Zuschreibungen zu verflüssigen.

Quelle: http://www.gesundheit.steiermark.at/cms/ziel/121257582/DE/#tb2

ZEBRA - Interkulturelles Beratungs- und Therapiezentrum
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